Ist es wirklich Angst vor Nähe? Loslassen und Nähe spüren

von | Feb 12, 2021 | Allgemein | 2 Kommentare

Ist es wirklich Angst vor Nähe?

In meiner letzten Podcast Folge sprach ich von Nähe. Ich sagte, dass wir uns unbewusst Männer aussuchen, die nicht frei sind für uns, damit wir unser Bedürfnis nach Nähe spüren können.

Die “beste” Beziehungsform dafür ist die Liebesaffäre. Am besten noch mit einem Mann, der verheiratet ist und sich niemals von seiner Frau trennen wird. Bei diesem Mann brauchen wir keine Angst zu haben, dass es jemals zu nah werden wird. Allein schon die Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass der nötige Abstand bewahrt bleibt.

Doch warum haben wir eine solche Angst vor Nähe, während wir uns gleichzeitig nach ihr sehnen?

Heute möchte ich mit dir ein Experiment machen, mit dem du einen neuen Blick auf Angst und Nähe bekommen kannst. 

Tausche mal „Ich habe Angst vor Nähe“ mit „Ich habe keine Erfahrung mit Nähe“. Wie ist das, wenn du den zweiten Satz aussprichst? Es dürfte weniger spektakulär sein. Oder?

Mir ging es damals genauso. Ich erkannte, dass ich mich auf Affären mit Männern einließ, damit es nicht zu nahe wurde. In der Folge stellte ich fest, dass ich Angst vor Nähe hatte.

Heute weiß ich, dass das eine Idee von mir war. Ein Konzept, das ich mir bereitlegte, um mich orientieren zu können. So wusste ich wenigstens, woran ich war. In diesem ganzen Liebesbeziehungsdschungel war das hilfreich für mich.

Doch war es auch sinnvoll? Weniger. Denn wenn wir sagen, wir haben vor etwas Angst, dann haben wir vor etwas Angst. Wir rufen die Angst herbei mit dem Denken.

Probiere es nochmal aus. Sage dir: „Ich habe keine Erfahrung mit Nähe“. Fühlt sich anders an. Richtig?

Ich kann mir gut vorstellen, dass du jetzt so etwas wie Unsicherheit spürst, wenn du diesen Satz sagst. Mit Unsicherheit können wir meistens besser umgehen als mit Angst. Viele wollen Angst nicht fühlen. Sie wollen sie vielmehr weghaben. Dabei ist gerade die Angst eine so wichtige Emotion. Sie schützt uns vor Gefahren. Ohne sie könnten wir nicht überleben.

Es gilt also, die Angst als eine Emotion schätzen zu lernen. Das geht auch recht schnell und einfach, wenn wir die Angst vor der Angst durchschaut haben.

Angst Angst zu haben, das macht wirklich Stress. Denn die natürliche Emotion Angst, wird zu einem Monster gemacht, obwohl sie existentiell ist. „Oh nein, wenn ich mir nur vorstelle, ein Mann ist mir wirklich nah. Dann kommt die Angst wieder, was mache ich dann nur!?“ Das ist Angst vor der Angst. Und dann wird nicht nur die Angst zum Monster, sondern die Nähe auch. Und der Mann erst recht.

Puh, dann ist es gut, wenn er verheiratet ist, oder noch 3 andere Frauen hat. Da brauchen wir uns damit erst gar nicht auseinandersetzen.

Was, wenn das alles nur dein Denken ist? Was, wenn du mit anderen Gedanken etwas ganz anderes in dir auslöst?

Lass es uns ausprobieren.

Wir gehen das gleiche Szenario nochmal durch. Doch jetzt mit anderen Gedanken bzw. Worten:

„Wenn ich mir vorstelle, ein Mann ist mir wirklich nah, dann spüre ich Unsicherheit. Ich habe das noch nie erlebt. Ich weiß gar nicht, wie das geht. Ich fühle mich unerfahren mit Nähe.“

Wie ist das jetzt?

Ich spüre hier beim Schreiben, das jetzt etwas ganz anderes als Angst Raum bekommt. Ich spüre: Verständnis für mich selbst. Ich spüre, dass ich mir selbst liebevoll begegne. Und das Beste ist. Ich spüre Neugierde. Ich spüre, dass ich wissen will, wie Nähe geht. Was passiert dann? Was erlebe ich da? Wer bin ich dann?

Was nimmst du wahr?

Lass uns noch ein anderes Experiment mit Angst und Nähe machen. Eine kleine Analogie:

Stelle dir vor, du bist noch nie aus Deutschland ausgereist. Du bist auch noch nie alleine verreist. Und du willst das jetzt unbedingt ändern. Du willst die Welt sehen. Plötzlich bekommst du das Angebot, nach China zu reisen. Alleine und zu einer Familie, die nur chinesisch spricht.

Was nimmst du jetzt wahr? Ich wette, deine erste Antwort ist: Angst. Richtig? Dann atme jetzt dreimal tief durch und frage dich: Könnte das, was ich da spüre, auch Aufregung sein? Das verwechseln wir unbewusst oft.

Angst und Aufregung ähneln sich in physiologischer Sicht sehr. Wir haben ja in der Regel keine Angst vor Aufregung. Im Gegenteil. Aufregung empfinden wir als viel leichter, gar spielerisch. „Ach, ich bin sooo aufgeregt“, sagen wir mit einem Lächeln im Gesicht.

Wenn wir Aufregung spüren, aktiviert das oft unsere Angst vor der Angst und zack, interpretieren wir die Aufregung als Angst.

Lass uns weiter machen mit dem Experiment:

Stelle dir vor, du bist noch nie in einer verbindlichen Liebesbeziehung mit einem Mann gewesen. Harmonie und Erfüllung in der Liebe hast du noch nie erlebt. Und du willst das jetzt unbedingt ändern. Du willst die Liebe erleben. Plötzlich kommt der Mann auf dich zu, der da gerade in deinem Leben ist und sagt: „Ich will dich. Ich will mit DIR alt werden.“

Was nimmst du jetzt wahr?

Erforsche es.

Ist es Angst?

Oder ist es Aufregung?

Was, wenn es Aufregung ist und du wie ein neugieriges kleines unschuldiges Mädchen nun die Welt der Liebe erkunden kannst? Erlaubst du dir das? Oder läufst du lieber weg und findest den nächsten Mann, der nicht frei ist und sich nicht für dich entscheidet, damit du aus der Ferne weiter dein Bedürfnis nach Nähe ausleben kannst?

Spannend, oder?

Erzähle mir gerne von deinen Erfahrungen mit den Fragen und Experimenten aus meinem Artikel hier.

Und wenn du dich weiter und tiefer auf das „Experiment Nähe“ einlassen willst, dann trage dich hier auf die Warteliste für das Liebe lernen ~ FrühlingsSpecial“ ein. Da machen wir in einer Live Coaching Woche ganz viele Nähe Übungen.

Du lernst dabei, wie sich das Thema Nähe in dir zeigt. Und du lernst auch, wie du einen Mann loslassen kannst, der sich nicht auf dich einlassen will. Denn schließlich willst du ja die Liebe erleben, statt dich mit einem Mann aufzuhalten, der das offenbar nicht will.

Beides geht Hand in Hand: Loslassen und Nähe. Beides sind so wichtige Themen in der Liebe.

Ich freue mich riesig darauf, dich dabei zu begleiten.

Herzlichst 💖

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Coach für The Work of Byron Katie (vtw)

Humanistische Trainerin (Sammasati)

Somatic Experiencing Practitioner® (i.A.)

Gründerin von Liebe lernen

Erfahrungen & Bewertungen zu Jivana Lohr

2 Kommentare

  1. Freude, riesige Freude nehme ich wahr, wenn der Mann meiner Träume vor mir steht und mit mir leben will.

    Antworten
    • Wie schön, das freut mich für dich , liebe Ruth!
      Ich wünsche dir, dass du es leben kannst, wenn es eintritt.

      Herzliche Grüße
      Jivana

      Antworten

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