Emotionalen Stress abbauen in Zeiten von Corona

von | Dez 19, 2020 | Allgemein | 0 Kommentare

Nachdem ich vorgestern wie ein Pawlowscher Hund auf ein Lach Smilie unter meinem Facebook Post reagiert habe, dann noch freiwillig eine dieser unsäglichen Diskussionen aus der „Ich bin dagegen, egal worum es geht Ecke“ angezettelt habe und danach auch noch 10 Seiten Flyer anonym und von Bodo Schi ffmann, Corona Skeptiker und Erfinder der an Maskentragen gestorbenen Kinder (Quelle) in meinem Briefkasten fand, war ich echt genervt und hab ich mich aufgeregt.

In solchen Momenten, wenn ich mich aufrege oder in irgendeiner anderen Weise emotionalen Stress habe, sage ich mir immer Ruth Cohns Worte: „Was nicht in dir selber ist, das regt dich auch nicht auf“ und frage mich dann: “Was hat das mit mir selbst zu tun?”

Darüber möchte ich heute in diesem Artikel berichten und dir eine Methode zeigen, wie du emotionalen Stress nachhaltig abbauen kannst. Die Methode heißt The Work of Byron Katie. In der Wissenschaft auch Inquiry Based Stress Reduction genannt.

Dabei geht es darum, stressige Gedanken zu hinterfragen und so wieder deinen inneren Frieden zu finden. Denn es sind die Gedanken, die du über eine Person oder Situation hast, die deine Emotionen und damit den Stress auslösen.

Bei mir ging es erstmal um das Lach Smilie unter meinem Post auf Facebook. Ich zeige dir mal, wie ich das gemacht habe, mich da mit Hilfe von The Work wieder in meinen inneren Frieden zu fragen.

Zunächst ging es darum, den zentralen stressigen Gedanken herauszufinden. Da habe ich gefragt: Was bedeutet es für mich, wenn ich etwas poste, womit ich Zuversicht senden möchte und dann ein Lach Smilie bekomme?

Meine Antwort war: Sie schätzt meine Botschaft nicht wert.

Und jetzt überprüfe ich den Gedanken mit den 4 Fragen von The Work:

  1. Ist das wahr? Ja
  1. Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist, dass sie meine Botschaft nicht wertschätzt? Nein
  1. Wie reagiere ich, was passiert, wenn ich den Gedanken glaube? Ich bin genervt, ich will die weg haben, die soll abhauen, mich in Ruhe lassen. Fühle mich angegriffen.
  1. Wer wäre ich ohne den Gedanken? Frei, unbeschwert, würde meinen Text würdigen, würde auf die schauen, denen es gefällt, würde mich freuen, jemandem Freude zu bereiten, jemanden zum Lachen zu bringen. Würde das Lach Smilie nicht überbewerten.

Und dann kehre ich den Gedanken 3 mal um und finde jeweils 3 Beispiele:

  1. Ich schätze meine Botschaft nicht wert. Könnte dieser Gedanken auch wahr sein? Ja, das kann auch wahr sein.  Ich habe mich nur noch auf die Person und ihr Lach Smilie gestürzt. Ja, ich habe überhaupt nicht mehr dran gedacht, was ich geschrieben habe. Ja, ich habe zugelassen, dass mir die ganze schöne Energie flöten ging.
  2. Ich schätze ihre Botschaft nicht wert. Könnte dieser Gedanken auch wahr sein? Ja, ich habe gar nicht wirklich gelesen, was sie geschrieben hat. Ja, ich habe alles gleich als Unsinn und Quatsch aus der rechten Schwurbelecke abgetan. Ja, ich weiß überhaupt nicht, was sie mir sagen wollte, weil ich ihr nicht zugehört habe.
  3. Sie schätzt meine Botschaft wert. Könnte dieser Gedanke auch wahr sein? Ja, sie hat gesagt, dass sie die Idee mit der Mannschaft lustig fand. Mehr nicht. Ja, sie hat nicht ein einziges Mal gesagt, dass sie meine Botschaft nicht wertschätzt. Ja, sie hat weiter mit mir diskutiert, auch nachdem sie sich von mir angegriffen gefühlt hat.

Das Wunderbare an der Wirkung von The Work ist, dass du nach einem solchen meditativen Frageprozess die gleiche Person vor dir hast und sie mit komplett anderen Augen siehst. Während ich vor der Work in ihr noch jemanden sah, der mir im Weg steht und den ich weg haben will, sehe ich jetzt die gleiche Person und spüre Dankbarkeit, dass sie mit einem Lach Smilie auf meinen Post reagiert hat. In meiner Vorstellung lache ich sie an, sage Danke und frage, ob ich sie in den Arm nehmen darf.

Das ist es, was ich schon 1000 Male mit so unterschiedlichen Menschen in so unterschiedlichen Situationen mit The Work erlebt habe. The Work schenkt dir inneren Frieden und lässt Liebe wieder fließen. Das ist einfach großartig.

Nach dieser ersten Work war mir klar, es geht hier noch im etwas anderes.

Mir war klar, dass ein noch viel größeres, älteres Thema im Kontakt mit den Corona Leugnern in mir berührt wird. Ich wusste nicht genau, was es war. Ich spürte nur, dass da emotionaler Stress in mir war und der Gedanke „Die Corona Leugner verbreiten Lügen“. Doch worum es wirklich ging, war mir noch nicht klar. Da hilft dann die sog. Bedeutungsliste, um an die zentralen Gedanken zu kommen, die den Stress in dir auslösen.

Das geht dann so:

Die Corona Leugner verbreiten Lügen und das bedeutet für mich, dass …

– sie die Opfer nicht ernst nehmen.

– sie die Verstorbenen nicht würdigen.

– sie die Mitmenschen verunsichern.

– sie eine Gefahr für meine Mitmenschen und mich sind.

Der stärkste Gedanke aus dieser Bedeutungsliste war für mich, „… dass sie die Verstorbenen nicht würdigen.“

Jetzt wurde mir klar, warum ich im Kontakt mit Menschen, die sich in Kreisen von Corona Leugnern aufhalten, oft in Pawlowscher Manier reagiere. Aus Respekt und zum Schutz meiner Angehörigen werde ich den Gedanken „Sie würdigen die Verstorbenen nicht“ jetzt hier nicht in der Öffentlichkeit weiter untersuchen. Nur so viel dazu: Es ist ein sehr großes Thema in meiner Lebensgeschichte, wenn nicht sogar ein Ahnenthema.

Woran ich dir noch eine weitere sehr kraftvolle Fragetechnik von The Work vorstellen möchte ist der Gedanke „Sie nehmen die Opfer nicht ernst“.

„Was hat das mit mir zu tun“, habe ich mich da wieder gefragt und die Antwort war: Sie nehmen mich nicht ernst.

Darüber habe ich dann ein Arbeitsblatt „Urteile über deinen Nächsten“ ausgefüllt. Hier kannst du dir das Arbeitsblatt anschauen. 

Dieses Arbeitsblatt führt dich in 6 Schritten anhand von Fragen durch den Prozess. Das Ergebnis bei mir war:

  1. Die Leugner nehmen mich nicht ernst.
  2. Ich will, dass sie hinschauen, was wirklich ist.
  3. Die Leugner sollten aufhören, sich über mich lustig zu machen.
  4. Ich brauche von den Leugnern, dass sie aufhören zu hetzen.
  5. Die Leugner sind doof, ungebildet, arrogant, verführbar, eingebildet, egoistisch.
  6. Ich will nie wieder erleben, dass andere sich darüber lustig machen, dass Menschen sterben.

Nach dem Ausfüllen gehst du die 6 Punkte auf eine bestimmte Weise durch und hinterfragst weiter deine Gedanken über den oder die anderen. Ich will dir hier ein wesentliches Ergebnis meiner Selbsterforschung vorstellen, da das gesamte Vorgehen mit dem Arbeitsblatt den Rahmen eines Blogartikels sprengt.

Das Ergebnis war: Ich kann alles bei mir selbst finden, was ich über die Leugner denke.

  1. Ich nehme die nicht ernst.
  2. Ich mache mich über die lustig.
  3. Ich schaue mir immer nur ganz kurz Videos von denen an. Mit den Flyern habe ich mich echt schwer getan, die alle wirklich zu lesen. Ich mag also auch überhaupt nicht hinschauen, was bei denen ist.
  4. Ich hetze in meinen Gedanken über die.
  5. Und ich kann bei mir finden, dass ich schon mal doof war, ungebildet, arrogant, verführbar, eingebildet und egoistisch.

Punkt 6 lasse ich hier jetzt weg, da ich mich auf das eine Ergebnis beschränken möchte.

Mir begegnen immer wieder Menschen, die genau vor diesem Prozess Angst haben, sich dagegen wehren und sich nicht darauf einlassen wollen. Die Angst ist, am Ende schuld zu sein und sein Gesicht zu verlieren.

Doch ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das nicht passiert. Es geht nicht um Schuld. Es geht vielmehr darum, den Ursprung des emotionalen Stress zu entdecken. Und der liegt in meinem Bespiel darin, zu erkennen, dass ich exakt das gleiche Verhalten an den Tag lege wie die Corona Leugner. Alles, was ich denen vorwerfe, kann ich bei mir selbst finden. Und das zu erkennen, löst die Verstrickung mit ihnen auf und dadurch verschwindet der emotionale Stress.

Heißt das jetzt, dass ich gut finde, was die machen? Nein, absolut nicht. Es heißt für mich persönlich, dass ich jetzt wieder klar sehen kann, was ich will und was ich nicht will. Jetzt, ohne den emotionalen Stress, ist es mir möglich, klar Ja und klar Nein zu sagen und wieder kreative Lösungen zu finden.

Ja, ich leiste Beiträge in dieser Krisenzeit. Ja, ich leiste sie öffentlich. Ja, ich führe Dialoge mit Menschen, die verunsichert sind und nicht so recht wissen, was sie glauben sollen oder können.

Nein, ich diskutiere nicht mit Corona Leugnern, Skeptikern, Schwurblern, Afdlern und anderen Menschen, die bewusst Lügen verbreiten und ganz klar Nein zu Rechts.

Das überlasse ich anderen, die dazu ein klares Ja haben. Mir selbst raubt das zu viel Energie, die ich gerne auf andere Weise investieren möchte. Ich möchte Zuversicht senden, kreativ und solidarisch sein und mich mit den Menschen verbinden, die das auch wollen. Das schenkt mir Energie. Umso mehr Energie ich selbst habe, um so mehr kann ich auch Beitrag für andere sein.

Je weniger Stress jeder von uns hat, um so kreativer können wir sein und um so leichter wird es sein, durch diese Zeit zu kommen. Und da kann jeder etwas für sich selbst tun. Es gibt da viele verschiedene Wege, Stress abzubauen. Ich kann dir da aus eigener Erfahrung The Work sehr ans Herz legen. In meinen über 20 Jahren habe ich viele Methoden der Selbstfindung kennengelernt. Von allen ist für mich The Work der direkte Weg raus aus Stress hinein in inneren Frieden.

Ich freue mich, wenn ich dich in meinem Artikel hier inspirieren kann durch mein Teilhaben lassen am The Work Prozess. Wenn du die Methode selbst lernen möchtest, sprich mich gerne an, ich kann dir da einige Empfehlungen geben, wie und wo du sie sehr gut lernen kannst.

Herzliche Grüße

Meditationswochen

P.S.: Hier auf der deutschen Seite von Byron Katie findest du neben den 4 Fragen und den Arbeitsblättern auch noch ihre Bücher. Das Buch “Wer wäre ich ohne mein Drama?” empfehle ich dir als erstes. Darin führt Byron Katie 15 Personen durch verschiedene stressige Lebenssituationen.

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Coach für The Work of Byron Katie (vtw)

Humanistische Trainerin (Sammasati)

Gründerin von Liebe lernen

Erfahrungen & Bewertungen zu Jivana Lohr

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